Demokratie

Demokratie leben und lernen

Warum Demokratiebildung wichtig ist

„Demokratie ist mehr als eine Regierungsform; sie ist in erster Linie eine Form des Zusammenlebens, der gemeinsam und miteinander geteilten Erfahrung.“
– John Dewey

Wo Kinder und Jugendliche Demokratie aktiv erfahren dürfen, wo sie Verantwortung übernehmen und mitwirken können, entsteht ein achtsames und gewaltfreies Miteinander. Wer früh erlebt, dass die eigene Meinung zählt und Mitsprache erwünscht ist, wird sich auch als Erwachsene*r für demokratische Werte einsetzen und diese selbstverständlich leben.

 

Ziele der Demokratiebildung

  • Lernende erleben, dass ihre Meinung gehört und ernst genommen wird.

  • Sie lernen, Verantwortung zu übernehmen – für sich selbst, für andere und für die Gemeinschaft.

  • Sie üben, gemeinsam zu entscheiden, fair zu streiten und Kompromisse zu finden.

  • Sie erfahren Zugehörigkeit und gestalten das Schulleben aktiv mit.

 

Gelebte Demokratie im Schulalltag

Um Demokratie erlebbar zu machen, schaffen wir konkrete Beteiligungsformate für alle Beteiligten der Schulgemeinschaft:

  • Lerngruppenrat: In jeder Lerngruppe findet regelmäßig ein Lerngruppenrat statt. Hier besprechen die Lernenden wichtige Anliegen, geben Rückmeldungen, lösen Konflikte oder planen gemeinsame Aktionen. Die Lernenden leiten diesen Rat selbst – unterstützt durch die Pädagoginnen.

  • Lerngruppensprecher*innen: Jede Lerngruppe wählt demokratisch Sprecherinnen, die die Interessen ihrer Gruppe vertreten und im Lernendenparlament mitarbeiten.

  • Lernendenparlament: In diesem Gremium kommen gewählte Vertreterinnen aller Lerngruppen zusammen. Sie beraten über schulweite Themen, bringen Vorschläge ein und treffen Entscheidungen, die das Leben an der Schule betreffen.

  • Eltern-/Sorgeberechtigtensprecher*innen: Jede Lerngruppe wählt Sprecher*innen der Eltern und Sorgeberechtigten, die als direkte Ansprechpersonen und Interessenvertretung ihrer Gruppe fungieren.

  • Schuleltern-/sorgeberechtigtensprecher*innen: Aus der Mitte aller gewählten Sprecher*innen werden Vertreter*innen für die gesamte Schule gewählt. Sie wirken aktiv in schulischen Gremien mit, bringen Perspektiven ein und fördern den Austausch zwischen Elternhaus und Schule.

 

Weiterdenken und weiterentwickeln

Demokratie ist dynamisch – sie lebt vom ständigen Dazulernen. Deshalb nehmen wir uns regelmäßig Zeit zur Reflexion: Was funktioniert gut? Wo gibt es Entwicklungsbedarf? Dabei ist uns das Feedback aller Beteiligten wichtig – der Lernenden, Pädagog*innen, Eltern, Sorgeberechtigten und Kooperationspartner*innen. In Schulentwicklungstagen oder offenen Feedbackrunden entwickeln wir unser demokratisches Miteinander gemeinsam weiter.